Was denn nun: Essenzen? Lichtkristalle? Innere Helfer? Aura-Arbeit? Oder: Wenn es Sterntaler regnet!

In letzter Zeit werde ich immer wieder gefragt, was denn nun eigentlich bei der Anwendung einer Essenz „genau geschieht“. Was es bedeutet, wenn bei einer Meditation vor dem
3. Auge ein grünes Feld auftaucht, das vibriert. Warum die durchgeführte Anwendung das bestehende Problem doch nicht zu 100% verschwinden lässt. Was es heißt, wenn in der linken Körperhälfte nach der energetischen Reinigung ein unangenehmes starkes Ziehen zu spüren ist.
Hinter all diesen Fragen und vielen anderen verbirgt sich ein sehr menschliches Bedürfnis. Es ist der Wunsch, Zusammenhänge, Mechanismen und Abhängigkeiten zu verstehen.
Dann – so folgern wir – können wir Wege finden, die uns Einfluss nehmen lassen – natürlich hin zum Besseren.
Wenn wir verstehen, was da geschieht, dann können wir es auch ändern.
Zunächst einmal ist es ganz wunderbar, wenn wir so denken und fühlen. Denn es bedeutet, dass wir bereit sind uns zu verändern und Altes, Belastendes, Hinderliches, Dunkles loszulassen. Wir treten aus der Opferrolle hinaus in ein neues, helleres Leben!
Allein dieser Schritt verändert unendlich viel mehr in unserem Energiefeld, als wir erahnen.
Es ist tatsächlich der Schlüssel, der eine unumgängliche Schritt, der unser Leben dauerhaft und signifikant im wahrsten Sinne des Wortes erleuchten kann.
Wenn wir aufhören, Opfer zu sein und stattdessen unsere Rolle als Schöpfer unseres eigenen Lebens annehmen, ändert sich ALLES!
Das was wir in der spirituellen Arbeit immer als „Energie“ bezeichnen, ist Licht. Licht, das unterschiedlich schnell schwingt.
Befinden wir uns in einem Zustand der Freude, der Liebe, des Glücks, ist diese Schwingung höher und heller.
Sind wir deprimiert, traurig, fühlen uns ausgeliefert und hoffnungslos, ist sie niedriger und dunkler.
Die oben beispielhaft aufgeführten Fragen äußern also letztlich das Bestreben, die eigene Schwingung zu erhöhen, uns in einen helleren Zustand zu begeben.
Je länger ich meine Arbeit als Heilerin ausführe, je mehr Menschen mir begegnen und mir aus ihrem(n) Leben erzählen, umso klarer kann ich sehen, wie unsagbar komplex
dieses System ist, das uns ausmacht.
Unsere Seele, die Aura, der Lichtkörper, unsere Beziehung zum Universum, der Kontakt zu himmlischen und irdischen Begleitern, frühere Leben, unser Herkunftssystem, unsere Merkaba, um nur einige zu nennen, all das lässt uns sein, wie wir sind. Und auf dieses so komplexe System lassen sich die Mechanismen und mentalen Abläufe aus unsere Alltagswelt, der Dualität eben nicht 1:1 übertragen.

Wenn also etwas in der linken Körperhälfte weh tut, uns schmerz und blockiert, dann hat es sicher auch irgendwie und irgendwo etwas mit der weiblichen Seite unseres Seins zu tun. Aber eben nicht nur, nicht ausschließlich, nicht unbedingt an erster Stelle.
Wir wollen ja bei der Lichtarbeit die Ursache finden und lösen. Und der Zugang zum Ursächlichen muss sich nicht zwingend über diesen Weg zeigen:
in meinem Beispiel männlich – weiblich.
Vielleicht ist der Zugang ein ganz anderer, vielleicht geht es ganz grundsätzlich um das Thema Wertschätzung und das aus einer Zeit, in der wir noch gar keine geschlechtsspezifischen Körper hatten. Wahrscheinlich haben wir dieses Muster – geringe Wertschätzung – über viele Inkarnationen über die Trennung männlich – weiblich ausgelebt und erfahren und wahrscheinlich wirkt das auf unsere linke Körperhälfte. Aber vielleicht kann diese dunkle Stelle in unserem Feld viel einfacher und schneller „erhellt“ werden, wenn wir den Focus anders setzen. Vielleicht.
Und darum geht es mir. Dass wir schauen. Offen sind. Uns überraschen lassen. Frei sind in dem, was wir für eine mögliche Lösung halten. Auch wenn das anstrengend ist. Anstrengender, als wenn wir sofort ein Erklärungsmuster parat haben. Ich weiß, diese neue Energie ist auch so schon anstrengend genug, fordert sie uns doch wirklich dazu heraus,
die Verantwortung für unser Leben zu übernehmen und komplett neu zu denken und zu fühlen.
Und insofern kann die Frage, mit der dieser Beitrag beginnt
„Was denn nun: Essenzen? Lichtkristalle? Innere Helfer? Aura-Arbeit?“ nur so beantwortet werden:
Es ist nicht wirklich wichtig!
All diese Wege tragen dazu bei, uns auf diesem anstrengenden Weg zu unterstützen, uns zu helfen und Bereiche, die wir selber schwer wahrnehmen können, zu beleuchten und zu befreien. Unterschiedlich schnell, unterschiedlich intensiv, unterschiedlich dauerhaft. All das hängt davon ab, wie bereit wir im Moment sind, uns von unseren alten Themen zu verabschieden, und das sage ich völlig wertfrei. Nicht alles, was uns auf den ersten Blick dunkel erscheint, muss sofort und zu 100% verschwinden. Vielleicht brauchen wir es noch eine Weile, müssen es überhaupt erstmal erfassen, verstehen, kennenlernen, betrauern und im besten Falle lieben lernen, eh wir es gehen lassen können. Und da, wo am Anfang
eine Aura-Anwendung hilfreich war, ist es im 2. Schritt vielleicht ein Spaziergang im Wald. Ein klärendes Gespräch mit der besten Freundin. Das Malen eines Bildes.
Ein Schokoladeneis. Oder vielleicht ist es eine Essenz, die uns begleitet.
Wirklich wichtig ist, loszugehen, sich auf den Weg zu machen, dem Licht gestatten, einzufließen und so unser Feld heller werden zu lassen. Wichtig ist, bereit zu sein für Überraschungen. Wichtig ist, auch die bekannten spirituellen Antworten und deren Interpretationen immer wieder in Frage zu stellen, bei Seite zu schieben und hinzuschauen, hinzuspüren, zu fühlen und jeder Erklärung, die auftaucht, gestatten zu sein.

Es regnet zur Zeit so viele Sterntaler, die geistige Welt versorgt uns gerade jetzt in dieser neuen Zeit mit so vielen direkten, ganz persönlichen Antworten, dass es wirklich lohnt, hinzuhören und zu spüren.
Ja, all die Engel, Geistwesen, aufgestiegenen Meister/innen, Wesen aus der Anderswelt, Krafttiere, das Universum, all das spricht mit uns. Auch mit Ihnen, wenn Sie es denn hören mögen.
Und ja, auch Sie sind es wert, dass es diesen direkten Kontakt gibt. Ganz vereinfacht gesagt: wenn ich daran glauben kann, das es eine göttliche Quelle gibt, die mich erschaffen hat, warum sollte diese Quelle dann nicht mit mir kommunizieren (können)?
Wenn wir das wirklich tun, wenn wir wirklich hinhören, ehrlich, kindlich, frei von Erwartungen – dann kann uns nichts mehr aufhalten.
Und dann spielt es keine Rolle, welches Hilfsmittel wir wählen, um Stolpersteine und Hindernisse beiseite zu räumen.
Denn dann sind wir auf dem Weg und treten wirklich hinaus in ein neues, helleres Leben!
Dann regnet es nicht nur Sterntaler, dann können wir sie auch auffangen.

19. November 2018|